Keyword-Recherche wird oft komplizierter gemacht, als sie sein muss. Die wichtigste Frage lautet nicht „welches Tool“, sondern „wonach sucht mein Kunde wirklich“.
Bevor irgendein Tool zum Einsatz kommt, setze ich mich hin und überlege, wie ein Kunde das Problem tatsächlich formulieren würde — nicht wie das Unternehmen selbst es intern nennt. Ein Malerbetrieb nennt sein Angebot „Fassadenanstrich", der Kunde sucht vielleicht „Haus streichen lassen Kosten".
Keyword-Tools sind gut darin, Suchvolumen und Varianten zu bestätigen — schlecht darin, echte Kundensprache von sich aus zu erfinden. Deshalb kommen sie bei mir erst nach dem ersten Brainstorming zum Einsatz, nicht davor.
Ein Keyword mit hohem Suchvolumen bringt nichts, wenn die dahinterstehende Absicht nicht zum eigenen Angebot passt. „Website Kosten" wird oft von Leuten gesucht, die sich nur informieren wollen, nicht sofort beauftragen — trotzdem lohnt sich der Begriff, nur mit einem anderen Seitentyp als eine reine Verkaufsseite.