Backlinks zählen 2026 weiterhin — aber nur, wenn sie aus echter Relevanz entstehen. Was nicht mehr funktioniert und was langfristig trägt.
Backlinks sind 2026 weiterhin ein wichtiges Signal, aber nur noch die, die aus echter Relevanz entstehen. Linkkauf, Linktausch, automatisierte Massenlinks — vieles, was früher funktionierte, bringt heute nichts mehr oder schadet sogar. Was trägt, sind Empfehlungen von Seiten, die thematisch oder regional wirklich etwas mit Ihrem Unternehmen zu tun haben.
Massenhaft gekaufte Links von themenfremden Seiten, automatisierte Linknetzwerke, Gastartikel auf Seiten, die offensichtlich nur für Linkverkauf existieren — all das erkennt Google inzwischen zuverlässig. In den meisten Fällen werden solche Links schlicht nicht mehr gewertet, das investierte Budget ist dann einfach weg. In groben Fällen kann eine manuelle Maßnahme folgen, die die Sichtbarkeit der ganzen Domain trifft. Wer darauf setzt, riskiert mehr, als er gewinnt.
Konkret raten wir von diesen Methoden ab:
Bezahlte Platzierungen sind übrigens nicht verboten — sie müssen nur als solche gekennzeichnet sein, etwa mit dem Attribut rel="sponsored". Dann sind sie Werbung, aber eben kein Rankingsignal.
Backlinks, die aus echter Relevanz entstehen: eine lokale Zeitung, die über ein Unternehmen berichtet, eine Fachseite, die auf eine wirklich hilfreiche Ressource verweist, Kooperationspartner, die gegenseitig aufeinander verlinken, weil es inhaltlich Sinn ergibt. Langsamer aufzubauen, aber deutlich stabiler in der Wirkung.
Für ein regionales Unternehmen in Bayern sind das oft ganz bodenständige Quellen: die Innung oder der Branchenverband, die Partnerliste eines Herstellers, dessen Produkte man verbaut, das Stadtportal, ein Bericht über ein Ausbildungsprojekt oder ein Referenzbeitrag auf der Website eines Geschäftskunden. Keiner dieser Links ist spektakulär. Zusammen ergeben sie ein Profil, das genau so aussieht, wie es bei einem echten, aktiven Unternehmen aussehen sollte.
Ich nutze dafür eine einfache Prüffrage: Würden Sie diesen Link auch wollen, wenn es Google nicht gäbe? Wenn ja — weil echte Menschen die Seite lesen und über den Link zu Ihnen kommen könnten —, ist es sehr wahrscheinlich ein guter Link. Drei Merkmale helfen bei der Einordnung:
Für die meisten unserer Kunden funktioniert am besten: gute, tatsächlich teilenswerte Inhalte erstellen, aktiv in lokalen Netzwerken und Branchenverbänden präsent sein und Presseanfragen oder Kooperationsmöglichkeiten aktiv suchen, statt passiv auf Links zu hoffen. Kein schneller Trick, aber ein Weg, der auch in fünf Jahren noch funktioniert.
In der Praxis beginnen wir fast immer mit dem, was schon da ist: Wo wird das Unternehmen bereits erwähnt, aber nicht verlinkt? Welche Partner, Lieferanten und Verbände führen Mitglieder- oder Referenzlisten? Welche eigenen Inhalte — ein Ratgeber, eine Checkliste, eine saubere Erklärung eines komplizierten Themas — wären es wert, dass andere darauf verweisen? Wie wir dabei vorgehen, steht auf der Seite zum Linkaufbau. Für lokal tätige Betriebe überschneidet sich das stark mit Local SEO, weil regionale Erwähnungen beides stärken.
Mit der KI-Suche verschiebt sich der Blick vom einzelnen Link zur Frage, was das Web insgesamt über ein Unternehmen sagt. Systeme wie ChatGPT, Perplexity oder die AI Overviews stützen ihre Antworten auf das, was sie in vertrauenswürdigen Quellen finden. Nach allem, was wir beobachten, spielen dabei auch Erwähnungen ohne Link eine Rolle: ein Bericht in der Regionalpresse, ein Eintrag im Branchenverzeichnis, eine Nennung in einem Fachartikel.
Die gute Nachricht: Das ist dieselbe Arbeit. Wer sich echte Empfehlungen verdient, stärkt gleichzeitig sein Linkprofil und seine Präsenz in den Quellen, aus denen KI-Systeme schöpfen. Wer Links kauft, stärkt keines von beidem. Mehr zum Zusammenspiel finden Sie unter GEO und AEO.
Ja, sie bleiben ein relevantes Signal für Vertrauen und Bedeutung einer Website. Entscheidend ist aber die Qualität: Wenige passende Empfehlungen wirken stärker als viele beliebige Links.
Gekaufte Links, die nicht als Werbung gekennzeichnet sind, verstoßen gegen die Richtlinien von Google. Meist werden sie einfach ignoriert, in groben Fällen drohen manuelle Maßnahmen — das Risiko steht in keinem Verhältnis zum Nutzen.
Über das, was es ohnehin tut: Mitgliedschaften in Innung und Verbänden, Partnerschaften mit Herstellern und Lieferanten, Pressearbeit in der Region und hilfreiche Inhalte auf der eigenen Website. Das dauert länger, hält aber dauerhaft.
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