Fehlende Weiterleitungen, verlorene Inhalte, SEO erst nach dem Go-live: die häufigsten Relaunch-Fehler — und wie ein Relaunch ohne Sichtbarkeitsverlust gelingt.
Die häufigsten SEO-Fehler beim Relaunch sind fehlende Weiterleitungen von alten auf neue URLs, gut rankende Inhalte, die nicht übernommen werden, und technisches SEO, das erst nach dem Go-live bedacht wird. Alle drei lassen sich vermeiden, wenn SEO von Anfang an Teil des Projekts ist. Ein Website-Relaunch ist einer der riskantesten Momente für die eigene Sichtbarkeit — und einer der am häufigsten unterschätzten.
Der Klassiker. Eine neue Website bekommt eine neue Struktur, alte URLs führen plötzlich ins Leere, und Jahre an aufgebauter Sichtbarkeit verschwinden über Nacht. Eine sorgfältige Weiterleitungsplanung von alter zu neuer URL ist bei jedem Relaunch Pflicht, keine Kür.
Sorgfältig heißt: Jede alte Adresse bekommt eine dauerhafte Weiterleitung (Statuscode 301) auf die inhaltlich passende neue Seite — nicht pauschal auf die Startseite. Eine Sammelweiterleitung auf die Startseite behandelt Google häufig wie eine Fehlerseite, die Rankingkraft der alten URL geht dann trotzdem verloren. Grundlage ist eine vollständige Liste aller bisherigen URLs, zusammengetragen aus einem Crawl der alten Website, der Search Console, den Analysedaten und den Seiten mit externen Backlinks.
Beim Neubau einer Website werden oft gut rankende Altinhalte einfach nicht übernommen, weil sie „nicht mehr ins neue Konzept passen“. Das Ergebnis: Seiten, die jahrelang zuverlässig Besucher gebracht haben, verschwinden ohne Ersatz.
Deshalb steht bei uns vor jedem Relaunch eine Bestandsaufnahme: Welche Seiten bringen heute Besucher, Anfragen und Backlinks? Diese Seiten stehen unter Schutz. Sie dürfen gern besser werden — neu gestaltet, aktualisiert, gekürzt, wo sie geschwätzig sind —, aber sie verschwinden nicht. Häufig trifft es ausgerechnet unscheinbare Seiten: einen alten Ratgeberartikel, eine ausführliche Leistungsbeschreibung, die im neuen Design durch drei Schlagworte und ein großes Bild ersetzt werden sollte.
Meta-Angaben, strukturierte Daten, saubere technische Grundlagen — all das sollte von Anfang an Teil der neuen Website sein, nicht eine Nachbesserung, die „irgendwann noch kommt“. Wir planen SEO deshalb grundsätzlich von der ersten Konzeptphase an mit, nicht erst nach dem Go-live.
Der Grund ist einfach: Viele Entscheidungen lassen sich später nur teuer korrigieren. Die Seitenstruktur, die URL-Logik, die Frage, ob Inhalte serverseitig ausgeliefert oder erst per JavaScript nachgeladen werden — das legt man in der Konzeption fest, nicht in der Woche nach dem Start. Was technisch dazugehört, steht unter Technisches SEO.
Leichte Schwankungen in den ersten Wochen sind auch bei sauberer Arbeit normal, weil Google die neue Struktur erst verarbeiten muss. Wie wir Relaunches begleiten, beschreiben wir unter SEO-Relaunch. Ein SEO-Audit vor Projektbeginn liefert dafür die Datengrundlage.
Ein Punkt, der 2026 dazukommt: Auch KI-Systeme wie die AI Overviews, ChatGPT oder Perplexity verweisen auf konkrete URLs. Verschwindet eine zitierte Seite ersatzlos, geht diese Sichtbarkeit verloren. Saubere Weiterleitungen schützen also auch hier. Zusätzlich lohnt es sich, beim Relaunch zu prüfen, ob die klaren Antworten, die Fragen-und-Antworten-Bereiche und die Unternehmensangaben der alten Website erhalten bleiben — sie fallen einem aufgeräumten neuen Design erstaunlich oft zum Opfer.
Fehlende oder pauschale Weiterleitungen. Wenn alte URLs ins Leere führen oder alle auf die Startseite zeigen, geht die über Jahre aufgebaute Sichtbarkeit dieser Seiten verloren.
Von der ersten Konzeptphase an. Seitenstruktur, URL-Logik und technische Grundlagen werden früh entschieden und lassen sich nach dem Go-live nur mit großem Aufwand korrigieren.
Leichte Schwankungen in den ersten Wochen sind üblich, weil Google die neue Struktur verarbeiten muss. Starke oder anhaltende Verluste deuten dagegen fast immer auf einen konkreten Fehler hin, der sich finden und beheben lässt.
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