Doppelte Produkttexte, ausufernde Filter-URLs, leere Kategorieseiten: Onlineshops haben eigene SEO-Baustellen. Was Shops anders machen müssen.
Onlineshops müssen im SEO vor allem drei Dinge anders machen als klassische Unternehmenswebsites: eigene statt kopierter Produkttexte verwenden, Filter- und Sortier-URLs technisch steuern und Kategorieseiten als wichtigste Landingpages behandeln. Dazu kommt die schiere Menge: Wo eine Firmenwebsite fünfzig Seiten hat, hat ein Shop schnell mehrere tausend — und jeder Fehler in der Vorlage vervielfacht sich entsprechend.
Viele Shops übernehmen Produktbeschreibungen eins zu eins vom Hersteller — dieselben Texte, die auch hunderte andere Shops verwenden. Für Suchmaschinen sind das faktisch duplizierte Inhalte ohne eigenen Mehrwert. Warum sollte Google ausgerechnet Ihren Shop zeigen, wenn der Text überall identisch ist? Eigene, wenn auch kürzere Beschreibungen schlagen kopierte Herstellertexte fast immer.
Niemand muss dafür fünftausend Produkte auf einmal neu betexten. Wir gehen nach Priorität vor: zuerst die Produkte mit dem höchsten Deckungsbeitrag und der größten Nachfrage, dann der Rest. Gute eigene Texte beantworten, was im Datenblatt nicht steht: Für wen eignet sich das Produkt, für wen nicht? Worin unterscheidet es sich vom Nachbarmodell? Welche Fragen stellen Kunden dazu im Service? Ein Fachhändler für Bergsport aus dem Allgäu weiß über einen Wanderschuh mehr zu sagen als der Hersteller — genau dieses Wissen gehört auf die Produktseite.
Filter- und Sortierfunktionen erzeugen oft unzählige, technisch fast identische URL-Varianten derselben Produktliste. Farbe, Größe, Preis, Sortierung — jede Kombination ergibt eine neue Adresse. Ohne saubere technische Steuerung entsteht daraus ein riesiges Feld an nutzlosen, sich gegenseitig konkurrierenden Seiten, die Suchmaschinen eher verwirren als überzeugen. Der Crawler verbringt seine Zeit in Filterkombinationen, während neue Produkte wochenlang unentdeckt bleiben.
Die Lösung ist eine bewusste Entscheidung für jede Filterart: Reine Sortierungen und beliebige Kombinationen werden per Canonical-Tag auf die Hauptkategorie verwiesen, per noindex aus dem Index gehalten oder gar nicht erst als crawlbare Links ausgegeben. Filter dagegen, nach denen Menschen tatsächlich suchen — etwa „Wanderschuhe Damen wasserdicht“ —, verdienen eine eigene, indexierbare Seite mit eigenem Titel und kurzem Einleitungstext. Welche das sind, zeigt die Keyword-Recherche, nicht das Bauchgefühl. Die Umsetzung gehört ins technische SEO.
Kategorieseiten bekommen oft nur eine Überschrift und eine Produktliste, ohne begleitenden Text. Dabei sind sie häufig die Seiten mit dem größten SEO-Potenzial, weil sie zu den allgemeineren, häufiger gesuchten Begriffen passen — ein kurzer, informativer Absatz zur Kategorie hilft sowohl Suchmaschinen als auch unentschlossenen Käufern, die noch vergleichen.
Gemeint ist kein Textblock voller Keywords am Seitenende, den niemand liest. Bewährt haben sich eine knappe Einleitung über der Produktliste, die sagt, was es hier gibt und worauf es bei der Auswahl ankommt, und darunter eine kompakte Kaufberatung mit den häufigsten Fragen. Dazu interne Links zu Unterkategorien und passenden Ratgebern. So wird aus einer Produktliste eine Seite, die eine Suchanfrage wirklich beantwortet.
Wie wir Shops dabei unterstützen, steht auf unserer Seite für Onlineshops.
„Welcher Kinderfahrradhelm ist für einen Dreijährigen geeignet?“ — solche Fragen landen immer häufiger bei ChatGPT, Perplexity oder im KI-Modus von Google. Die Systeme vergleichen Produkte, fassen Eigenschaften zusammen und nennen Quellen. Für Shops heißt das zweierlei.
Erstens müssen Produktdaten maschinenlesbar, vollständig und widerspruchsfrei sein, denn ein Assistent kann nur empfehlen, was er sicher einordnen kann. Zweitens gewinnt echte Beratung an Wert: Kaufratgeber, Vergleiche und klare Antworten auf typische Fragen sind genau die Inhalte, die KI-Systeme zitieren — kopierte Herstellertexte sind es nicht. Wie sich Inhalte darauf ausrichten lassen, beschreiben wir unter Generative Engine Optimization.
Shops haben sehr viele, oft ähnliche Seiten. Deshalb stehen doppelte Inhalte, die Steuerung von Filter-URLs, starke Kategorieseiten und vollständige Produktdaten im Mittelpunkt — Themen, die bei einer kleinen Firmenwebsite kaum eine Rolle spielen.
Ja, weil sie in identischer Form in vielen Shops stehen und keinen eigenen Mehrwert bieten. Eigene Beschreibungen, zuerst für die wichtigsten Produkte, sind einer der wirksamsten Hebel im Shop-SEO.
Nur die, nach denen tatsächlich gesucht wird, und dann als vollwertige Seiten mit eigenem Titel und Text. Alle übrigen Filter- und Sortiervarianten sollten per Canonical-Tag oder noindex gesteuert werden.
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