Das Google Unternehmensprofil ist der wichtigste Hebel der lokalen Suche. Die vollständige Checkliste — von Kategorie bis Pflege-Routine.
Ein Google Unternehmensprofil optimieren Sie, indem Sie es vollständig, präzise und aktuell halten: richtige Hauptkategorie, exakt übereinstimmende Unternehmensdaten, ausgefüllte Leistungen, aktuelle Fotos, gepflegte Öffnungszeiten und beantwortete Bewertungen. Es gibt keinen geheimen Trick. Die meisten Profile, die ich zu sehen bekomme, scheitern nicht an fehlenden Kniffen, sondern daran, dass ein Drittel der Felder leer ist und die letzten Fotos aus dem Jahr der Eröffnung stammen.
Die folgende Checkliste arbeite ich bei jedem neuen Kunden durch — vom Friseur in Augsburg bis zum Maschinenbauer in Mittelfranken. Sie ist nach Wirkung sortiert: oben, was am meisten bewegt.
Die Hauptkategorie ist das stärkste einzelne Feld im gesamten Profil. Sie entscheidet, bei welchen Suchanfragen Google Sie überhaupt in Betracht zieht. Wählen Sie die spezifischste Kategorie, die Ihr Kerngeschäft beschreibt — „Fachanwalt für Arbeitsrecht“ statt „Rechtsanwalt“, wenn das Ihr Schwerpunkt ist. Zusätzliche Kategorien ergänzen, was Sie tatsächlich anbieten, aber nicht mehr. Zehn Kategorien auf Verdacht verwässern das Bild.
Fotos beeinflussen weniger das Ranking als die Entscheidung. Wer zwei ähnliche Profile nebeneinander sieht, ruft dort an, wo er echte Menschen, echte Räume und echte Arbeit erkennt. Ich empfehle eine Grundausstattung aus Außenansicht (damit man den Eingang findet), Innenräumen, Team und Arbeitsbeispielen — und danach regelmäßig Nachschub. Stockfotos haben hier nichts verloren.
Beiträge im Profil sind ein Aktualitätssignal für Besucher: Ein Profil, dessen letzter Beitrag von letzter Woche stammt, wirkt lebendig. Angebote, Veranstaltungen, neue Leistungen, Betriebsurlaub — ein Beitrag alle zwei bis vier Wochen genügt. Wichtiger als die Frequenz ist, dass es überhaupt eine Routine gibt.
Jede Bewertung verdient eine Antwort, die positive ebenso wie die kritische. Das zeigt künftigen Kunden, wie Sie mit Menschen umgehen, und liefert Google zusätzlichen Kontext zu Ihren Leistungen. Wie Sie Bewertungen zulässig sammeln, ist ein eigenes Thema — der Kern: fragen ja, belohnen nein.
Das Profil steht nicht für sich allein. Google gleicht die Angaben mit Ihrer Website ab, und je besser beides zusammenpasst, desto mehr Vertrauen entsteht. Konkret heißt das: identische Schreibweise von Name, Adresse und Telefonnummer, strukturierte Daten vom Typ LocalBusiness auf der Website, und Inhalte, die die im Profil genannten Leistungen auch wirklich erklären. Ein Profil, das „Wärmepumpen-Installation“ als Leistung führt, während die Website das Wort nicht kennt, verschenkt Potenzial. Die technischen Grundlagen dazu finden Sie unter technisches SEO, das Zusammenspiel von Profil und Website unter Local SEO.
Seit KI-Assistenten lokale Empfehlungen aussprechen, wird diese Konsistenz noch wichtiger. Die Systeme greifen auf Profil-, Website- und Verzeichnisdaten zurück und bevorzugen Unternehmen, bei denen alles widerspruchsfrei zusammenpasst.
Ein optimiertes Profil ist kein Projekt, sondern eine Gewohnheit. Meine Empfehlung für den monatlichen Durchgang:
Der vorletzte Punkt wird gern übersehen. Dritte können Änderungen an Ihrem Profil vorschlagen, und nicht jede davon ist korrekt. Wer nie hineinschaut, hat irgendwann falsche Öffnungszeiten, ohne es zu wissen.
Die Hauptkategorie. Sie bestimmt maßgeblich, für welche Suchanfragen Ihr Profil in Frage kommt. Danach folgen korrekte Grunddaten und vollständig angelegte Leistungen.
Nein. Der Name muss dem tatsächlichen Unternehmensnamen entsprechen. Zusätze mit Keywords oder Orten verstoßen gegen die Google-Richtlinien und können zur Einschränkung oder Sperrung des Profils führen.
Ein kurzer monatlicher Durchgang reicht in den meisten Fällen. Bewertungen sollten Sie zeitnah beantworten, Öffnungszeiten vor jedem Feiertag prüfen und regelmäßig neue Fotos ergänzen.
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