Core Updates, Spam-Updates, KI-Übersichten: Was sich 2025/2026 in der Google-Suche verändert hat — und was das für Ihr Unternehmen bedeutet.
Die wichtigsten Veränderungen in der Google-Suche 2025/2026 lassen sich in zwei Sätzen zusammenfassen: Google gewichtet erkennbar hilfreiche Inhalte mit echter Erfahrung stärker und geht konsequenter gegen Massenware und Manipulation vor. Gleichzeitig beantworten KI-Übersichten immer mehr Suchanfragen direkt im Suchergebnis — mit spürbar weniger Klicks bei einfachen Wissensfragen. Für seriös arbeitende Unternehmen ist beides eher Bestätigung als Bedrohung.
Google rollt mehrere große und unzählige kleine Anpassungen pro Jahr aus, von denen die meisten kaum spürbare Auswirkungen haben. Ich halte wenig davon, jedes Update einzeln zu kommentieren. Aufschlussreicher ist die Richtung, in die sie gemeinsam zeigen — und die haben wir in der täglichen Arbeit mit Kunden deutlich bemerkt.
Zwei Arten von Updates sind für Unternehmen relevant. Core Updates sind breit angelegte Neubewertungen: Google justiert, wie seine Systeme Qualität und Relevanz einschätzen. Sie richten sich nicht gegen einzelne Websites und sind keine Strafe — wer verliert, hat nicht zwingend etwas falsch gemacht, andere Seiten wurden schlicht als hilfreicher eingestuft. Die Ausrollung dauert meist mehrere Wochen, in denen Rankings stark schwanken können.
Spam-Updates dagegen zielen auf Verstöße gegen die Richtlinien: massenhaft erzeugte Inhalte ohne Mehrwert, gekaufte Links, zweckentfremdete abgelaufene Domains oder fremde Inhalte, die sich den guten Ruf einer etablierten Website zunutze machen. Wer sauber arbeitet, hat hier nichts zu befürchten — im Gegenteil, es räumt die Suchergebnisse um einen herum auf.
Inhalte, die erkennbar nur für Suchmaschinen geschrieben wurden, statt echten Nutzern zu helfen, verlieren zunehmend an Sichtbarkeit. Die Bewertung hilfreicher Inhalte ist längst kein einzelnes System mehr, sondern Teil der Kern-Rankingsysteme — sie wirkt also ständig mit, nicht nur zu bestimmten Stichtagen.
In der Praxis sehen wir, dass Seiten mit nachweisbarer eigener Erfahrung besser abschneiden als austauschbare Texte: der Dachdecker, der mit eigenen Fotos zeigt, wie eine Sanierung abläuft; die Kanzlei, die typische Fälle aus der Beratung schildert. Das bestätigt einen Trend, den wir schon länger beobachten und in unserer eigenen Content-Arbeit konsequent verfolgen. Verloren haben vor allem Websites, die auf Masse gesetzt hatten — Dutzende fast gleichlautende Ortsseiten oder hastig erzeugte Ratgeber ohne eigenen Gedanken.
Die KI-Übersicht beantwortet immer mehr Anfragen direkt, ohne dass Nutzer eine Website besuchen. Google hat diese Übersichten schrittweise auf mehr Länder, Sprachen und Arten von Suchanfragen ausgeweitet und zusätzlich einen dialogorientierten KI-Modus eingeführt. Für viele einfache, informationelle Suchanfragen bedeutet das spürbar weniger klassischen Traffic.
Wichtig ist die Differenzierung: Betroffen sind vor allem Fragen nach Definitionen und schnellen Fakten. Bei lokalen Suchen, bei Anfragen mit Beauftragungs- oder Kaufabsicht und bei komplexen Entscheidungen wird weiterhin geklickt. Und wer in der KI-Übersicht als Quelle verlinkt ist, bleibt sichtbar — nur eben in anderer Form. Das ist der zentrale Grund, warum GEO- und AEO-Denken inzwischen fester Bestandteil jeder soliden SEO-Strategie sein sollte.
Parallel hat Google die Darstellung der Suchergebnisse aufgeräumt. FAQ-Rich-Results erscheinen nur noch bei sehr wenigen maßgeblichen Behörden- und Gesundheitsseiten, die HowTo-Darstellung wurde eingestellt, weitere selten genutzte Darstellungsformen sind entfallen. Wer seine Klickrate früher vor allem über solche Extras verbessert hat, merkt das. Strukturierte Daten bleiben trotzdem sinnvoll — als Verständnishilfe für Maschinen, nicht mehr als Dekoration.
Dieses Beobachten und Einordnen ist ein wesentlicher Teil unserer SEO-Betreuung — damit Sie nicht bei jeder Schlagzeile über ein neues Update selbst nervös werden müssen.
Nein. Die meisten Updates gehen an gut gepflegten Websites spurlos vorbei. Handlungsbedarf besteht erst, wenn sich nach abgeschlossener Ausrollung eine deutliche, anhaltende Veränderung bei wichtigen Seiten zeigt.
An einem klaren Knick bei Klicks und Impressionen in der Search Console, der zeitlich mit einer von Google bestätigten Ausrollung zusammenfällt. Prüfen Sie vorher, ob Saisoneffekte, Tracking-Probleme oder technische Änderungen als Erklärung ausscheiden.
Nein, sie verschiebt die Gewichte. Die KI-Antworten speisen sich aus indexierten, gut bewerteten Webinhalten — wer dort als Quelle erscheinen will, braucht genau die Grundlagen, die gutes SEO schafft, ergänzt um klar strukturierte, zitierfähige Antworten.
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